Zur Entstehung dieser Seite:

Ich bin 2004 nicht bewußt in die Zeitarbeit gegangen, sondern bin dort dank einer Bewerbung bei meinem jetzigen Entleiher gelandet, habe mich vorher nicht näher mit dem Thema Leiharbeit beschäftigt. Nach "DGB-Tarif", kann ja nicht schlecht sein, dachte ich. Mit den "festangestellten" Kollegen und Vorgesetzten lief auch alles soweit gut, bis einem dann mal aufgefallen ist, das man für die Hälfte des Geldes doppelt so hart arbeiten muss, im Vergleich zu "Nicht-Leiharbeitern". Dazu kam obendrauf das man damit genervt wurde doch Bitte freiwillig länger zu machen und Samstags zu arbeiten. Sagte man nein zum Chef, kam dessen Chef und fragte und so weiter.


Als dann auch noch ein neuer Tarifvertrag kam, in dem zwar der Grundlohn um 2,5% angehoben wurde, aber dafür die Zulagen von 6% auf 3% gekürzt wurden, war das Maß übervoll. Ich erstellte die Webseite www.leihluffel.de und protestierte damit gegen die Art und Weise wie Leiharbeiter ausgenutzt werden. Mit ein paar Kollegen stellten wir einige interne Werbekampagnen des Entleihers nach, änderten sie aber zu unserem Zwecke ab. Ich glaube ich habe mit dieser Seite dort einige Menschen erreicht, denn die Bereitschaft zur freiwilligen Mehrarbeit sank und es gab bis zum Ende des Jahres Zuschläge für Samstagsarbeit.. Die Seite wurde intern gesperrt und ich musste aus rechtlichen Gründen die Bilder entfernen.


Ich fing an nachzuforschen, über die Agenda 2010, über den seit 2003 europaweit geltenden Grundsaz von EqualPay, die Aushebelung dieses Grundsatzes durch die Tarifverträge in der Zeitarbeit usw . Ich stieß auf eine Betriebsvereinbarung meines Arbeitgebers, in der vom Betriebsrat freudig angekündigt wurde das es ab jetzt kein Annahmeverzug des Arbeitgebers gäbe, sondern das wenn er keine Arbeit für uns hat, das Zeitkonto belastet wird.